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Sonntag, Dezember 13

Jahresabschluss 2009

Liebe Leser,
anbei mein Jahresabschluss in bildhafter Form. Erst dachte ich: "Ohh - wieder so ein sch... Jahr rum, Bilder lohnen nich", aber wie so meist muss man sagen: Es ist dann doch so einiges passiert in Null Neun. Besonders stolz bin ich eigentlich nur darauf, dass ich dieses Jahr zum ersten mal im Leben mehr als 10.000 Tacken (Franken) für Sport und was so dazugehört ausgegeben hab. Das werd ich so schnell nichtmehr hinbekommen (wahrscheins). Leider hab ich die Sportgeräte dies Jahr deutlich weniger nutzen können als noch in der Jahren davor (Mit dem gesamten Rad-Fuhrpark von mittlerweile 7 Rädern werd ich auf ca. 7.000 km (- 30%, dafür mehr MTB Anteil), zu Fuss auf ca. 850 km (+ 40%), und im Wasser auf ???(- 100%) - km an sportlicher Betätigung kommen. Unter anderem gabs dann noch den Jobwechsel von der IT-Beratung Lufthansa Systems Business Solutions (Basel) zurück an eine Uni (genauer: die HSG in St. Gallen) um jetzt mal drei und ein halbes Jahr über die Ökonomie des Internets nachzudenken, dazu gehörte ein Wohnungswechsel, der genutzt wurde um mit Anja zusammen in eine Bude einzuziehn. Die Fotos bilden gewiss keinen guten Querschnitt über den Alltag - aber zu meiner Entschuldigung: Irgendwie hatte ich bei Workshops und bei der Arbeit generell immer die Kamera vergessen, und im Anzug zeige ich mich eigentlich sowieso nur meinen Feinden. Aber "gefaked sind sie auch nicht, man kann hier (vor allem draussen) wirklich ne Menge tun. Genug der Worte, es folgt das Fotoalbum. Ich hoffe Euer Null Neun war auch i.O. Ein Prosit auf Zawnzig Zehn.

Montag, Oktober 5

Postkartengrüsse von Sämtisersee und Hohem Kasten

Hallo liebe Freunde. Viele Grüsse aus dem Alpstein! 20 Autominuten von St. Gallen entfernt liegt Brülisau, ein super Startpunkt für eine Wanderung auf den Hohen Kasten. Wir haben den Aufstieg (1435 hm) über den Sämtisersee genommen. Nach 5 Std. Wanderzeit war der Gipfel erreicht. Sieben Schritte auf dem Weg nach oben hält die Postkarte hier links fest.
Bild anklicken -> Beschriftung lesbar machen.
Anja und Tommi

Montag, August 24

Postkartengruss vom Seealpsee

Liebe Freunde, 30 Grad und mehr-heiße Grüße aus den Apenzeller Alpen. Genauer vom Seealpsee. Startpunkt unserer Wanderung war Wasserauern, 20 Automituten von St. Gallen. Eigentlich solte die Ebenalp das Ziel sein, es war aber viel zu gut temperiert dafür. Bei anklicken der Postkarte folgen Details der Wanderung.
Anja und Tommi

Mittwoch, Juni 17

Frühling-Sommer 09

Nach über einem 3/4 Jahr in der Schweiz kann man - denke ich - ein paar bildhafte Eindrücke geben. Her geschehen durch ein paar Bilder von März bis Juni.

Dienstag, Mai 12

Anekdoten von Onkel Tom

Eines meiner Ziele ist es, in vielen vielen Jahren, wenn ich mal alles erreicht habe – oder wenn auch nicht- jede Frage, die mir gestellt wird – vor allem die von dann jüngeren Menschen – mit einer Anekdote oder Geschichte zu beantworten. Wenn es denn dann mal soweit sein sollte habe ich folgende Anekdote zu Fragen bzgl. des Themas Schweiz(er)+Geld:

„Als ich 26 war habe ich ja in der Schweiz gearbeitet. Damals war es auch so, dass […., was ich heute nie wieder tun würde]. Auf jeden Fall hat mir gegenüber schon damals ein Datenbank-Administrator, [das waren damals diejenigen …]. Auf jeden Fall hat dieser DB-Admin mir gegenüber erwähnt, dass er beim überweisen der TV und Rundfunk Gebühren, […], mittels einer Online-Überweisung, […], beim fälligen Betrag von damals 110,00 Chf vergessen hatte das Komma einzutragen, wodurch er dann versehentlich 11.000 Chf überwiesen hatte. Dieser Fauxpas war ihm bereits vor einiger Zeit unterlaufen, er hatte das fehlende Geld schlichtweg anfangs nicht bemerkt. Nach ein paar Wochen reklamierte er den Fehlbetrag und die zuständige Gebührenstelle entschuldigte ihr Nichtbemerken des Mehrbetrages und überwies dem DB-Admin den Mehrbetrag von 10.890 Chf zurück. […]
Jetzt fragte ich mich [nicht direkt den Schweizer, denn dieser schien beim Thema sichere Geldanlage-Strategien schon immer die Nase vorn zu haben] natürlich: Warum sollte man Beträge im 5-stelligen Chf-Bereich auf einem Giro-Konto belassen, wenn es (das Geld) sich doch auf einem Sparkonto, in einem Fonds, in der Säule 3a, […], oder beim Wettbüro Cafe‘ King […] viel schöner vermehren würde? Die Antwort hat mir dann nach einigem eigenen nachdenken eine meiner Banken gegeben. Bei besagtem Institut wurde ich von meinem Vermieter dazu gezwungen ein Mietdeposit von 2500 Chf auf ein Sperrkonto einzuzahlen. Diese Bank schickte mir dann einen Quartalsabschluss […] - oder etwas Ähnliches. Da ein Sperrkonto ja ein Konto für eine einmalige Transaktion war, enthielt der Statusbericht nur 2 Punkte. Er stellte bilanzmässig die Kosten für die Kontoführung, sowie die erzielten Erlöse aus Zinsen gegenüber. Und siehe da: der Betrag war negativ- und wurde netterweise gleich vom auf dem Konto eingezahlten Betrag abgezogen. Das Geld auf meinem Spar-Konto wurde weniger.
Um zu verstehen, dass dies keineswegs eine unlogische Situation war, muss man sich ein wenig bei den Grundlagen der Volkswirtschaftslehre bedienen. […]. […]. […]. Denn für das offensichtlich niedrige private Zinsniveau gab es einen gar nicht abwegigen Grund. Nämlich die seit Jahren sehr geringe, gar fehlende Inflation in der Schweizer Volkswirtschaft. Dieser Zustand hatte zur Folge, dass […].*


* Hier breche ich die Anekdote ab - ich merke ich bin noch nicht soweit. An allen Stellen, wo ich ein […] eingebaut habe, werde ich später natürlich mindestens 30 Minuten über Nebensächlichkeiten referieren. Ich denke es sollte aber klar geworden sein, dass man im Jahre 2009 in der Schweiz, auch mit einem einfachen Ausbildungsberuf, nicht am Hungertuch zu nagen hatte.

Freitag, Januar 30

After Work

Zugegebenenermassen: Es is kein Mörder-Insidertipp gewesen, weil mann kann es ja von ganz Basel aus sehn, vor allem Abends - trotzdem war ich gestern Abend zum ersten Mal in der Bar Rouge im 31. Stock vom Basler Messeturm (dort DO = After Work, Einlass nur Ü25). Der "Oh my god it's so awesome! - Grad" meiner jetsettenden, in New York Praktikum gemacht habenden Grossstadtkinder-Freunde wird jetzt natürlich nicht die Scala sprengen, aber es ist auf jeden Fall ein feines (und somit erwähnenswertes) Ambiente.

Und für die wortspielende Glaubensgemeinde hab ich auch noch was: Der Post-Titel bekommt dann 1 Stockwerk tiefer seine Doppeldeutigkeit verpasst - Definitiv die Klos mit dem Besten Ausblickblick in Basel -da macht es Spass wenn das After worked. Über die Preise habe ich Stillschweigen vereinbart- sie zu nennen könnte weitere Interessenten abschrecken - ne passt schon- vor 21 Uhr kommen und den Eintritt sparen dann kommt man auch unter 50 CHF nach Hause.

Donnerstag, Januar 29

Ausländer raus*

*Wer mich kennt der weiss, dass ich damals in der 11. Klasse, als im Deutsch-Kurs Stilmittel besprochen wurden, eigentlich nur bei einem gut aufgepasst habe, nämlich der „Hyperbel“ – zu Bauerndeutsch: der Übertreibung. Unter diesem Aspekt ist auch der Titel dieses Posts zu werten:

Hier in der Schweiz findet man dann und wann Zettel in seinem Briefkasten, durch die man animiert werden soll, sich doch bei der nächsten Bürgerabstimmung der Meinung einer hiesigen städtischen, kantonalen oder nationalen Interessengemeinschaft (Neudeutsch: Stakeholder- aber das tut hier nix zur Sache) anzuschliessen. Thema einer Initiativen darf so ziemlich alles sein (km/h Beschränkung auf der Autobahn, Verbot von Privatschulen, Knast für die Behauptung es sei „geile Musik“ für DJ Bobo Anhänger, usw…). Ich möchte eine Initiative hier mal vorstellen, obwohl ich als B-Ausländer ja sowieso nicht abstimmen darf: Die Initiative gegen das EU-Zuwanderungsgesetz (EU- Personenfreizügigkeit - Absimmung in 2 Wochen).

Während in good ol‘ GER beim Erwähnen von Ausdrücken wie Blitzkrieg, Autobahn oder Buttermilch (100%-Ausschlag!) gleich das ‚Nazometer‘ ausschlägt, darf auf den erwähnten Wahlaufforderungen in der Schweiz nach aller Herzenslust draufgehalten werden – Liberalität wird eben GROSS geschrieben - und das ist auch gut so - denn nur so kommt man in den Kontakt mit Jugendgruppen wie Young for Fun und deren herrlich informativen Annoncen: „Das diesjährige Anti-EU-Sommercamp führen unsere norwegischen Freunde von "Nein zur EU" durch.“ Besonders erfreulich ist hierbei, dass sich viele parteilose Junge spontan dem Komitee angeschlossen haben, wie die SVP hier kommentiert.

Mein Tipp an die Gruppe: Mit den Freunden von den REP-Ortsgruppen Bitterfeld und Cottbus eine Fahrgemeinschaft ins Camp bilden, dann wird‘s billiger und man kann noch mal im deutschen Aldi Zwischenstop einlegen (Achtung: Nicht vergessen die Mehrwertsteuer ausweisen zu lassen- 19 % verlangt der gemeine Deutsche (Schwiehtzerdütsch: Sauschwob) - reine Abzocke!). Ergebnisse müssen auf jeden Fall schnellstmöglich her: Nächste Möglichkeit wie gesagt am 8. Februar- Spenden bitte hier.

Es droht der Zusammenbruch des Wohlfahrtsstaats und "Überfremdung". 6 von 10 Schweizern finden schon jetzt: Jetzt reicht’s! „In den wachsenden Wohngürteln um die grossen Städte wird es immer schwieriger, eine eigene Identität zu entwickeln.“ Die Sozailschmarotzer aus Nicht-Schweiz-Ländern sind dabei den Karren an die Wand zu setzten. Um hier mal zu einem Abschlussgedanken zu kommen, so vergleiche man mal eben schnell die Zahl an Berufseinsteigern in Berufe die einen höheren Abschluss erfordern und den Output an Abgängern von schweizer Hochschulen. Könnt eng werden - aber Moment: Schweizer Hochschulen sind auch schon von Ausländern infiltriert, Whaaaat? Das Land ist dem Untergang geweiht - wird Zeit das ich das sinkende Schiff verlasse**.

**Ich glaube ein 2. Stilmittel kann ich auch noch: Ironie war das glaube ich.

Mittwoch, Oktober 15

Fragen in Bewerbungsgesprächen

Ich möchte hiermit updaten, dass ich seit heute ein echter WI geworden bin. Nach der Dipl. Arbeit sind nun auch noch die 2 verbliebenen Prüfungen "sehr gut" ins Land gegangen. :-)


Parallel zur Lernerei befand/ -finde ich mich auf Jobsuche. Aus den Bewerbungsprozessen (ACs, Auswahltage und Bewerungsgespräche) bei verschiedenen Unternehmen präsentiere ich kommentarlos - als Zwischenbericht - eine kleine Auswahl an Fragen:
  • Wann haben Sie denn jemandem mal die Meinung um 180 Grad gedreht? Und wie haben sie das gemacht?
  • Was würden Sie mit einem Lottogewinn machen?
  • Wieviel Liter Wasser verbraucht die Stadt Frankfurt?
  • Wer ist denn Ihr bester Freund? Und wenn ich den Fragen würde, was erzählt der mir dann über sie?
  • Auf was in Ihrem Leben sind Sie denn besonders Stolz?
  • Wer ist denn Ihrer Meinung nach z.Z. in den Medien überpräsent?
  • Wenn Freitag ist und sie haben die letzten 3 Wochen nicht arbeiten können - weil zu viel Stress war -und wollen aber morgen in Urlaub gehen, wie verhalten Sie sich?
  • Was bringt denn so ein Studium?

Wenn ich irgendwan mal Personaler werden sollte (Gott bewahre) oder durch Zufall irgendwie in diesen Gesprächen mal auf der anderen Seite sitze werde ich dann folgendes ergänzen:

  • Wie Weit gehen Sie beim ersten Date?
  • Nennen sie Ihre Top 5 Songs aus dem Genre Rock bis 1985.
  • Sollte ich (Also alsFragender) mir einen Schnurrbart stehen lassen? Und sollte der Gehrock wieder Trend werden?
  • Wenn Ihnen Nachts- Sie leicht angetrunken - auf der Landstrasse ein Wildschwein vor das Auto läuft und sie es überfahren haben- was tun sie?
  • Was ist besser, Rennrad oder Mountainbike? Und wie würde Ihre Großmutter das wohl beurteilen?
  • Kennen Sie "Bauer sucht Frau" ? Was ist denn da nochmal in der letzten Folge passiert?
  • Nehmen Sie mal an Sie hätten 2 Eier, Butter und Mehl. Und was kommt jetzt?

Mittwoch, Mai 14

Update in der Rubrik Sein

1) Diplomarbeit ist unter Dach und Fach gekommen. Bereich "strategische IT" (obwohl ich finde dass das zu hochgestochen klingt!) Auf jeden Fall nochmals bei der Lufthansa (am Flughafen Frankfurt im Lufthansa Aviation Center. Betreuung/ Anerkennung an der Uni gibts am Fachbereich Information Systems - Wirtschaftswoche Ranking Platz 1! ;-) Zum Thema nur soviel- was man als Wirtschaftsingenieur halt so macht...

2) Bin umgezogen, neue Adresse:
Pallaswiesenstrasse 57, Zimmer 119, 64283 Darmstadt

3) Der Blog hat auch einen neuen Anstrich bekommen, konnte die orange/grün kombo nicht mehr sehn.

Dienstag, Juni 26

Deutsche Tugenden


Was für unsere National-11 seit jeher als Auszeichnung galt kann mitunter auch mal richtig auf die [...] gehn. Nachdem es so schien, als ob wir die interessanten Reinlichleitsvorstellungen unseres Vermieters ("Sie haben nicht geputzt"/"Sie haben 'falsch' geputzt"/"Sie haben nicht 'richtig nass' gewischt- es riecht ja garnicht nach Putzmittel"/"Sie haben eine Treppenstufe zuviel geputzt!!!") nun endlich in den Griff bekommen hätten, gibt es jetzt was brandheißes! Mein Rennrad- mit dem ich mich am Sonntag über 7 Dolomitenpässe wuchten werde - gibt den Anlass, doch lest selbst. (oben die Briefpost, sowie das Beweisfoto)
Anmerkung: Er (Vermieter) hat die Post zunächst via Einschreiben (2,60 €) geschickt- wir waren aber nicht da- es ging also an Ihn zurück - dann hat er es persönlich vorbeigebracht. Am Rande: Er wohnt 1 Stock über uns.

Samstag, März 18

Erfahrungsbericht

Der Impressionen dritter Teil- diesmal in der "To sum it up and put it in a nutshell" Text-version.
Erasmus- Unter Studenten ist das ein magisches Wort. Und das nicht erst seit „Auberge espanol“ und der französisch, englisch deutschen - cosmopoliten WG. Dahinter steht nicht nur ein bekannter Humanist, Theologe und Philosoph (Erasmus von Rotterdam), heute ist Erasmus ein Lebensgefühl- "Auf Erasmus sein". Wenn ein Student diesen Satz sagt, in welcher Sprache auch immer, dann spricht er nicht von einer neuen Modedroge, sondern meint die beste Zeit im Studium- das Auslandsemester. Ein neues Land, eine neue Sprache, eine neue Stadt, neue Uni, neue Wohnung und viele andere die auch "drauf sind"- auf Erasmus. Das alles muss entdeckt werden und auch die bürokratischen Stolpersteine, die das europäische Programm bereithält. Learning Agreement, Krankenversicherung, Bankkonto, Eenschrijving- alles Worte die jeder Erasmusstudent häufig hört in den ersten Tagen seines Aufenthalts.
Aber neben all diesen Dingen gibt es vor allem eins zu entdecken: Menschen- allen voran man selbst. Für Psychologen wäre es sicher ein interessantes Experiment: Man nehme 200 Internationale Studenten, fast alle allein und zum ersten mal so lange im Ausland, gebe ihnen ein ne Bude für viel zu viele Euros, gemeinsame Küchen, Bäder und Klos und schon kann das Spiel los gehen.Wie werden sie reagieren? Wer mit wem interagieren? Bleiben Nationalitäten unter sich? Verändern sich Menschen? Wie ein Bienenschwarm schläft so ein Haus nie. Wenn die einen nach Hause kommen, von einem nächtlichen Trip nach Amsterdam, gehen die anderen gerade in die Uni. Wenn die einen in der Küche ihr Mittagessen bereiten (fried noodles und Reis) machen sich andere das Frühstück (beans and sausages). Aber sie alle haben eins gemeinasam: sie sind allein und mehr oder weniger weit, aber definitiv weg von zu Hause. Wildfremde Menschen verabreden sich zum gemeinsamen Abendessen- wann ist man schon so offen und bereit auf andere Menschen zu zugehen??. Ein Französisch sprechender Brite! unterhält belgische Mädchen, der Finne, der Geburtstag hat streitet mit einem deutschen über die aktuelle politische Lage. (Schröder oder Merkel?Sollten Schwule Familien gründne?) Eine Irin hält alle Politiker für kleine Hitlers (manipulativ und propagandaabhängig), während ein Amerikaner seine Meinung zum Irakkrieg vertritt (ja es war ein Fehler..) und der Pole die deutsch polnischen Beziehungen an Hand der jüngsten Pipeline-Deals zwischen Putin und Schröder erklärt. Ein Griechin versucht verzweifelt der Konversation zwischen zwei Briten zu folgen, die über das Drama des englischen Muttersprachlers philisophieren: fast alle verstehen Englisch, sie können nie in eine Sprache wechseln, die keiner versteht. (Worüber reden die? fragt sich die Griechin) Die Italienerinnen kochen, während der Italiener in der Ecke sitz und raucht: manche Klisches werden bestärkt, andere ins Gegenteil verkehrt: nich alle Deutschen sind pünktlich und ordentlich, auch Amerikaner zweifeln an ihrer Identität, Franzosen lernen Fremdsprachen- und können sie dann auch sprechen und nicht alle Briten sind stolz darauf nur Englisch zu sprechen. Und dann die Selbsterfahrung: Unabhängigkeit, sein eigenes Leben leben (und herausfinden was das eigentlich ist). „I´m adult now“ fasst ein Brite sein aktuelles Lebensgefühl zusammen.
Und dann ist da auch noch die Uni: unglaublich, nicht überall muss man am Büro für internationale Angelegenheiten so lange warten, es gibt Computer, Beamer und Internet in jedem Raum und der Dozent unterbricht die Vorlesung auf Englisch um nach einem Bild von Wasserratten zu googlen, damit auch alle verstehen von welchen Tier er geradet redet. Der Direktor empfängt die Studenten mit einer humorvollen und selbskritischen Rede und langsam schleicht sich der Gedanke ein, dass Studiengebühren wohl auch Sinn machen: Die Qualität des Studiums erhöht sich schlagartig und vor allem der Wert und das Ansehen. Auf Erasmus sein bedeutet viel mehr als nur Party, es ist eine Erfahrung fürs Leben in allen Bereichen. In einer anderen Gesellschaft, mit anderen Werten und Idealen zu leben verändert viel.Vor allem die eigene Weltsicht. Wirtschaftlich ausgedrückt: neben Wissen (Sprachen, Studieninhalte) vermittelt das Studium im Ausland vor allem eins: Soft-skills, die man so in vertrauter Umgebung nie erlernt hätte. Das alles- und noch viel- viel mehr, verbirgt sich hinter dem trip "auf Erasmus".

Dienstag, Januar 3

...in Köln

Es ist zwar ziemlich erbärmlich, dass es ein paar reisewütiger Finnen bedurfte, damit ich ein wenig meines Heimatlandes erkunde, trotzdem hier ein kleiner Nachtrag zum vorweihnachtlichen WE-Trip nach Köln:
- empfehlenswerte Stadt, tolle Bars- N8s voller Lichter
- schöner Weihnachtsmarkt auf der Domplatte
- Es gibt vornehmlich, jedoch nicht ausschließlich Kölsch.
- Kölner sind sehr lässige Zeitgenossen.


(Bildmaterial wurde wieder von Matti bereitgestellt- Dankijewel!)

Samstag, Dezember 31

...and a happy new year

...vom verschneiten ODW ins verregnete Holland in ein paar Std...
Hoffe Ihr hattet schöne Weihnachten-
Wünsche euch eine schöne Silvesterfeier- lasst es krachen!

Montag, Dezember 12

...kurz notiert

Kurze Info: OR bestanden , ansonsten mal wieder faul im Bezug auf Uni gewesen/ Sport- 2. Meet war nich so toll- war ganze Woche vorher krank. Ansonsten hier auf der Bude verschanzt und ca. 400 Filme geguckt. / warum das? Hier is es sehr ungemütlich: REGEN + WIND => gefühlte temperatur: - 20'C, N8s/ Morgens: vereiste Rad-sättel => Eis schmilzt beim drauf sitzen=> nasser Arsch=> krank! Und jetzt? Noch 1 deadline am Freitag, dann Heim! Ich bitte um Diskussion hier rechts (Shoutbox) über mögliches Treffen in DA => Alex meinte Frühstück beim Reinhard?!


- ohne Fotos( diesmal von mir beschriftet!) gehts natürlich nicht: Die N8 pics sind von Matti- der fotgraphiert semi- professionell.
! Waldo Tip ! (man sagt er sei Hollands Sinatra!)
http://www.zangerbob.nl/video

Donnerstag, November 10

...in Granada




1 X Eindhoven- London- Granada- London- Eindhoven mit Ryanair- 90 €
1 X Alhambra anschauen - 10 €
1 X zum Strand fahren, übernachten, wieder heimfahren - 25 €
1 X mit dem Bus in die Sierra Nevada fahren, wandern - 0,5 €
1 X Bier bestellen und dazu rießen Tapas kostenlos bekommen - 1,5 €
1 X Kaffee trinken gehen - 1 €

1 X aus dem regnerischen Holland wegkommen, Freundin besuchen, im Meer schwimmen gehen, im November Sonnenbrand bekommen, nichts für die Uni tun, lekker essen, hinterher im Blog damit prahlen können - unbezahlbar!

Dienstag, Oktober 11

...Aktenzeichen XY- ungelöst

[Posted by Eduard Zimmermann] Seit geraumer Zeit fahndet Interpol nach diesem Mann. Er steht unter Verdacht im Raum Südliche-Niederlande auf gestohlenen Holland-Rädern unterwegs zu sein, illegal Dateien aus dem Internet herunterzuladen und Bier zu trinken, dass nicht nach dem deutschen Reinheitsgebot gebraut wurde. Für sachkundige Hinweise die zur Ergreifung des Täters führen ist eine Belohnung in Höhe von einer Portion Frikadelijes meet Frites ausgesetzt.

Sonntag, September 25

...im Stadion

Sa. 24.Sep: ...warn gestern Abend mal im Stadion. PSV vs. Roosendaal, 2:0 (1:0). In einem überwiegend von Mittelfeldaktionen geprägten Spiel tat der PSV nur das nötigste um den Tabellenletzten Roosendaal in Schach zu halten.... Ne, jetzt ma geschwalle beiseite: Das war so ziemlich das schwächste Spiel, was ich je live gesehen hab. Hatten die billigsten Plätze reserviert (18,50 €) - irgendwo oben in der Ecke... aber: das Stadion selbst war trotzdem das High-light des Abends, wirklich ein Schmuckkästchen! Nur Stimmung = 0 !!! -> ungelogen: die Fans singen hier nich!!! ->sprich: "unbehagliches Schweigen" kam auf, es wurde zwar ein paar mal applaudiert, aber irgendwie war die Atmosphäre für ein Fussballspiel seltsam. Wahrscheinlich wär's gg. Milan besser, aber da Kosten die gleichen Plätze 67€ --- Hier auf jeden FAll mal eine Impression vom wirklich gelungenen Phillips-Stadion, in dem der P hillips S port V ereijn spielt...

Donnerstag, September 15

...wo is der tertiäre Sektor??

So abend, 4. sep. Jawoll, als ob der Regen draußen net schon genug wär,... Wasserrohrbruch im Heizungsraum, Sonntags abends, GEILOMAT!!! Lieg gemütlich im Bett und guck Film, kommt Wassser unter der Tür durch. Geh raus, hör komisches prasseln ausm Heizungsraum, mach Tür auf, WASSERFONTÄNE MITTEN IN DIE FRESSE!!!, kämpf mich durch und kriegs irgendwie zum Stilltand, brüll dabei rum, Mitbewohner kommt raus, pisst sich nur weg und macht dieses tolle Photo... Naja, 1. Hotline angerufen:" Dat is niet onze Ofgaafebereijk, dat mut jij alleen regeln..." SUBBER, hauptsache als "NOT-HOTLINE" deklarieren, 2. Hotline, etc... irgendwann kommt dann so' n Typ vorbei:" Goud, goud, ik kann niet helpe, ik mut morge komme...." HALLO? SCHON MA SOWAS VON WEGEN DIENSTLEISTUNGSGEWERBE UN SO WEITER GEHÖRT???... auf jeden fall seitdem kein warmes Wasser... EGAL, ich dusch sowieso schon morgens un abends im Sportcenter....