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Samstag, März 18

Erfahrungsbericht

Der Impressionen dritter Teil- diesmal in der "To sum it up and put it in a nutshell" Text-version.
Erasmus- Unter Studenten ist das ein magisches Wort. Und das nicht erst seit „Auberge espanol“ und der französisch, englisch deutschen - cosmopoliten WG. Dahinter steht nicht nur ein bekannter Humanist, Theologe und Philosoph (Erasmus von Rotterdam), heute ist Erasmus ein Lebensgefühl- "Auf Erasmus sein". Wenn ein Student diesen Satz sagt, in welcher Sprache auch immer, dann spricht er nicht von einer neuen Modedroge, sondern meint die beste Zeit im Studium- das Auslandsemester. Ein neues Land, eine neue Sprache, eine neue Stadt, neue Uni, neue Wohnung und viele andere die auch "drauf sind"- auf Erasmus. Das alles muss entdeckt werden und auch die bürokratischen Stolpersteine, die das europäische Programm bereithält. Learning Agreement, Krankenversicherung, Bankkonto, Eenschrijving- alles Worte die jeder Erasmusstudent häufig hört in den ersten Tagen seines Aufenthalts.
Aber neben all diesen Dingen gibt es vor allem eins zu entdecken: Menschen- allen voran man selbst. Für Psychologen wäre es sicher ein interessantes Experiment: Man nehme 200 Internationale Studenten, fast alle allein und zum ersten mal so lange im Ausland, gebe ihnen ein ne Bude für viel zu viele Euros, gemeinsame Küchen, Bäder und Klos und schon kann das Spiel los gehen.Wie werden sie reagieren? Wer mit wem interagieren? Bleiben Nationalitäten unter sich? Verändern sich Menschen? Wie ein Bienenschwarm schläft so ein Haus nie. Wenn die einen nach Hause kommen, von einem nächtlichen Trip nach Amsterdam, gehen die anderen gerade in die Uni. Wenn die einen in der Küche ihr Mittagessen bereiten (fried noodles und Reis) machen sich andere das Frühstück (beans and sausages). Aber sie alle haben eins gemeinasam: sie sind allein und mehr oder weniger weit, aber definitiv weg von zu Hause. Wildfremde Menschen verabreden sich zum gemeinsamen Abendessen- wann ist man schon so offen und bereit auf andere Menschen zu zugehen??. Ein Französisch sprechender Brite! unterhält belgische Mädchen, der Finne, der Geburtstag hat streitet mit einem deutschen über die aktuelle politische Lage. (Schröder oder Merkel?Sollten Schwule Familien gründne?) Eine Irin hält alle Politiker für kleine Hitlers (manipulativ und propagandaabhängig), während ein Amerikaner seine Meinung zum Irakkrieg vertritt (ja es war ein Fehler..) und der Pole die deutsch polnischen Beziehungen an Hand der jüngsten Pipeline-Deals zwischen Putin und Schröder erklärt. Ein Griechin versucht verzweifelt der Konversation zwischen zwei Briten zu folgen, die über das Drama des englischen Muttersprachlers philisophieren: fast alle verstehen Englisch, sie können nie in eine Sprache wechseln, die keiner versteht. (Worüber reden die? fragt sich die Griechin) Die Italienerinnen kochen, während der Italiener in der Ecke sitz und raucht: manche Klisches werden bestärkt, andere ins Gegenteil verkehrt: nich alle Deutschen sind pünktlich und ordentlich, auch Amerikaner zweifeln an ihrer Identität, Franzosen lernen Fremdsprachen- und können sie dann auch sprechen und nicht alle Briten sind stolz darauf nur Englisch zu sprechen. Und dann die Selbsterfahrung: Unabhängigkeit, sein eigenes Leben leben (und herausfinden was das eigentlich ist). „I´m adult now“ fasst ein Brite sein aktuelles Lebensgefühl zusammen.
Und dann ist da auch noch die Uni: unglaublich, nicht überall muss man am Büro für internationale Angelegenheiten so lange warten, es gibt Computer, Beamer und Internet in jedem Raum und der Dozent unterbricht die Vorlesung auf Englisch um nach einem Bild von Wasserratten zu googlen, damit auch alle verstehen von welchen Tier er geradet redet. Der Direktor empfängt die Studenten mit einer humorvollen und selbskritischen Rede und langsam schleicht sich der Gedanke ein, dass Studiengebühren wohl auch Sinn machen: Die Qualität des Studiums erhöht sich schlagartig und vor allem der Wert und das Ansehen. Auf Erasmus sein bedeutet viel mehr als nur Party, es ist eine Erfahrung fürs Leben in allen Bereichen. In einer anderen Gesellschaft, mit anderen Werten und Idealen zu leben verändert viel.Vor allem die eigene Weltsicht. Wirtschaftlich ausgedrückt: neben Wissen (Sprachen, Studieninhalte) vermittelt das Studium im Ausland vor allem eins: Soft-skills, die man so in vertrauter Umgebung nie erlernt hätte. Das alles- und noch viel- viel mehr, verbirgt sich hinter dem trip "auf Erasmus".

Freitag, Januar 27

...Take me home- country roads

...bald gehts heim! Klausuren rum- Essays abgegeben- daher wird's Zeit: Teil 2/3 von Waldos Impressionen! Ich hab die Bilder beschriftet- also draufklicken und viel Spaß!







PS: Wenn ich mir die Bilder selber so anschau
........so schlecht wars hier garnich :)

Freitag, Januar 13

...Junge komm bald wieder

Mein Semester hier is bald rum. Daher und vor allem weil ich heute nicht mehr lernen mag: Teil 1 von: "Waldo's Impressionen aus Holland"

volnur: "Partyzentrum", Heineken, Frau Antje, Radkeller, Drops, Milch, Saft, windmühle, Magarine, meine Wenigkeit, Pommes
volnur: Party im "Cafe Thomas", Amsterdam-besuch Gruppenfoto, Party im Studenten- dorf, Amsterdam- in den Grachten




volnu: Autobahn- "Marke US-Style" auf der A2 nach Utrecht, Kombinierter 24-7 Kroketten/ Fritten/ Frikadellen/ Hamburger/ Hot Dog/.. - Automat (sehr eklig), "Die "Rabobank- Kegel"( an denen ich jeden morgen vorbeifahr), Gracht in Utrecht
volnu: Cafe in Den Bosch (vielleicht die schönste Stadt Hollands), Vorglühen bei den Finnen, OWO- Spielchen, eine von 1000den holländische
n Radwege- Knotenpunkten

Montag, Dezember 12

...kurz notiert

Kurze Info: OR bestanden , ansonsten mal wieder faul im Bezug auf Uni gewesen/ Sport- 2. Meet war nich so toll- war ganze Woche vorher krank. Ansonsten hier auf der Bude verschanzt und ca. 400 Filme geguckt. / warum das? Hier is es sehr ungemütlich: REGEN + WIND => gefühlte temperatur: - 20'C, N8s/ Morgens: vereiste Rad-sättel => Eis schmilzt beim drauf sitzen=> nasser Arsch=> krank! Und jetzt? Noch 1 deadline am Freitag, dann Heim! Ich bitte um Diskussion hier rechts (Shoutbox) über mögliches Treffen in DA => Alex meinte Frühstück beim Reinhard?!


- ohne Fotos( diesmal von mir beschriftet!) gehts natürlich nicht: Die N8 pics sind von Matti- der fotgraphiert semi- professionell.
! Waldo Tip ! (man sagt er sei Hollands Sinatra!)
http://www.zangerbob.nl/video

Freitag, Oktober 7

...op het fiets

[Übersetzung: auf dem Fahrrad] Wollt hier ma was vom Radeln erwähnen, is immerhin eine meiner Hauptbeschäftigungen gewesen. Hab aber gestern glaub ich meine lezte "große" Runde auf meim snelen Fiets gedreht (allein radeln geht mir auf Dauer aufn Senkel!), 180Km quer durch Flandern- richtig! - da wo sich jedes Frühjahr die gesammelte Radport Elite ein Stelldichein gibt. Momentag is hier aber nich Schlammschlacht, sondern Spätsommer angesagt! Um meine bisherigen, hier gefahrenen 1800 Km zusammenzufassen: Es is flach, holprig und windig. Wenn der Armstrong hier wohnen und trainieren würd, wär sein zweites Ei nach nem Jahr auch futsch! Kopfsteinpflaster is schon brutal (Tip: 3 Gänge hochschalten- machts irgendwie erträglicher). Wenn dann noch dieser beschissene Wind weht kanns schon passieren dass man nach 30 Km total dicht mit nem 22er Schnitt vom Rad muss. Hab dafür einmal auf ner 20Km Rückenwind-Passage an nem Kanal - Kerzengerade - nen 48er Schnitt gebozt. Landschaftlich is trozt fehlender Berge ganz nett, man kann Stundenlang an irgendwelchen Kanälen langradeln und die Region hier hat ein wirklich saugeiles Radwege- Netzwerk (alle 3 Km ein Knotenpunkt und alle Wege breit plus komplett Autofrei -> soll heißen, man braucht sich nich auskennen, sondern schreibt sich einfach ne Reihenfolfe von Zahlen auf nen Zetel und fertig). Grundlegend is es in Belgien besser, weil dort absoluter Radsport- Fanatismus herrscht (Tom Boonen is da ungefähr so populär wie Ballack, Schumacher und Ullrichin good old Germany zusammen), in Holland hingegen geht man es lieber ruhig an- auf Holland Rädern Wochenend-Ausflüge auf ein Heineken- muss aber zugeben: Auch ne nette Alternative. Es folgen die obligatorischen Bild-Nachweise.

Mittwoch, Oktober 5

...op de Lichtjesroute









?Wie war das in dem Caro- Kaffee Werbespot? "...Ich mag die Lichter meiner Stad, diskutiern bis in die Nacht, lass mich von deinem Duft verführen, Deine Wärme spürn,...."
Also warm is hier schonma nich, riechen tuts hier auch net anners als daheim und diskutieren? Naja, also auf jeden Fall nich bis in die N8.
ABER: z.Z. könn eim die Lichter der Stadt schon gefallen. E'hoven feiert Friedensfest und Phillips (also eins sag ich euch: Wärn wir hier hinter irgend nem Vorhang, der muss garnich aus Eisen sein, würd das hier 100 pro "Phillips - Stadt" heißen) nimmt das zum Anlass die Strassen mit bunten Lichtern zu dekoriern. Das ganze nennt sich dann Lichtjesroute (ich glaub das brauch ich nich zu übersetzen) und zieht sich durch die ganze Satdt. Hab natürlich fleißig Bildbeweise gesichert.

Sonntag, Oktober 2

...und der Tag am Meer

Zum einläuten der ersten Examens-Woche (in der ich keine Prüfung, aber trotzdem zu tum haben werde) sind hier mal eben lässig 2 original Linnefelser Buuwe (dem einen oder anderen vielleicht als die Christel un s' Roths ehrn David bekannt, Anm. d.Red.) reingeschneit um sich persönlich von der Lage im Krisengebiet zu überzeugen.
-Ein beispielhaftes Verhalten, wie ich finde -> sehr lobenswert! -
KLARTEXT: Danke fürs Bauernbrot, die Anwesenheit und ihr wisst ja wie's gemeint is...

Dienstag, September 20

...an der Uni

Weil ich hier die ganze Zeit hör: "Studierst Du da überhaupt was??"
Also: Die Holländer glauben alle sie wären kleine Super-Consultans. Das basiert auch darauf, dass man hier die ganze Zeit nix anderes macht. Hab nur 3 Fächer und für alle muss man pro Woche ein Case behandeln, bzw. assignments abgeben. Dazu kommen große assignements, eigene Datenerhebungen, Seminararbeiten und PPPs. Sprich: "sauviel" AUFWAND!!!
Also wenn man Ihnen übel nachreden wollte, könnte man sagen: "Die machen hier n haufen heiße Luft um garnix!!! " - aber das is ja bekanntlich nich meine Art, :-)
Aber das muss halt jeder selber für sich entscheiden wie er über Consultans und den ganzen Kram denkt. Zu mindest wenn ich über phillipinische Ice-creme oder US- rent-a -car-"selling the dream" -markets und dazugehörige 4 p's, SWOTs, Portfolio- analysis und den ganzen Mist (den man hier zum erbrechen machen muss) schreiben, präsentieren oder antworten soll, sehne ich mich doch ein wenig nach klarer- MaschBau Aufgabenstellung .
Naja, jedenfalls gibts hier mal typische Uni-Campus- Bilder: Viel grün zwischen den ganzen Gebäuden (die aussehen wie am Flughafen). Alles sehr gepflegt, high-tech pur, alles "ver-LANt"- SEHHHHHHR ANGENEHM! (Kost' den Gemeinen Holländer ja auch 5000 Lappen)

Donnerstag, September 15

...wo is der tertiäre Sektor??

So abend, 4. sep. Jawoll, als ob der Regen draußen net schon genug wär,... Wasserrohrbruch im Heizungsraum, Sonntags abends, GEILOMAT!!! Lieg gemütlich im Bett und guck Film, kommt Wassser unter der Tür durch. Geh raus, hör komisches prasseln ausm Heizungsraum, mach Tür auf, WASSERFONTÄNE MITTEN IN DIE FRESSE!!!, kämpf mich durch und kriegs irgendwie zum Stilltand, brüll dabei rum, Mitbewohner kommt raus, pisst sich nur weg und macht dieses tolle Photo... Naja, 1. Hotline angerufen:" Dat is niet onze Ofgaafebereijk, dat mut jij alleen regeln..." SUBBER, hauptsache als "NOT-HOTLINE" deklarieren, 2. Hotline, etc... irgendwann kommt dann so' n Typ vorbei:" Goud, goud, ik kann niet helpe, ik mut morge komme...." HALLO? SCHON MA SOWAS VON WEGEN DIENSTLEISTUNGSGEWERBE UN SO WEITER GEHÖRT???... auf jeden fall seitdem kein warmes Wasser... EGAL, ich dusch sowieso schon morgens un abends im Sportcenter....

Sonntag, September 11

...kom op Holland?

Ihr Könnt natürlich auch alle gern vorbeikommen, wenn ihr Lust und Zeit habt.

Hemelrijken 191-1 (das heißt Himmelreich!!)
5612 WN Eindhoven
The Netherlands

Handy: 0031-6287-29537

Samstag, September 10

...in Amsterdam

21.aug: Amsterdam Trip - Hätt ich mal wieder nich so arg erwartet, krasse Stadt, obwohl wir nich mal im Anne Frank Haus waren, dass einen angeblich am heftigsten mitnimmt...
1) Amstedam kann eigentlich ganz schön sein, Grachten, Kanäle, Ruhe....
2) aber... es ist ne Drogen, Sex, Vorbote-brechende Stadt! Kollege Lauri sitzt auf nem Rießen-Schwanz im Sex Museum ...
4) ...und Mikko steht vor ner Schale aus Schwänzen...
3) Red-light district Bsp. ewig lange Strassen mit Schaufenstern alle 2 Meter, in denen unter 20 Jährige Prostituierte drinstehen, die man sich aussuchen kann...(die ganzen kleinen rosa beleuchteten Fenster auffm Foto)
...ansonsten riechts überall nach Hanf, Sex-, Drogen- und Coffee- Shops zeichnen das Stadtbild... (man kann folgendes Kaufen: ewige Auswahl an Joints, Pilze, Anabolika, Fettabbau-Pillen, und illegal auf der Starasse Speed, Crack, Herin, Kokain und Sex mit Kindern...) - wiegesagt, war zu Krass für mich..

...in der Stadt

Ich muss zugeben, dass ich mich getäuscht hab, als ich gedacht hab Holland is wie Deutschland nur mit seltsamen Dialekt und Käse anstelle von Sauerkraut. Aber es gibt schon n paar mehr Unterschiede. Hier mal 3 Beispiele:
1) Auf die Straße pissen kostet 46€, in manchen Pubs 0,5€...
2) Die Cornflakes im Aldi heißen anders - hingucken!
3) Etwas wahres is dran...
4) Döner wird hier nur von hübschen, blonden, vollbusigen Frauen, die alle Antje heißen, verkauft. :-)


...in Holland!

11.aug: Anja hat mich nach Holland gebracht, wir sind dann gleich mal ans Meer gefahrn. Das größte Vorurteil, das Holländer gegen Deutsche haben, haben wir nich erfüllt, das ist nämlich, dass "alle Deutschen zum holländischen Strand fahren um Löcher zu graben" (???) Wär wahrscheinlich sowiso nich erlaubt gewesen!